Tanqueray X Schweppes Unplugged feat. Gier – So fern und doch so nah

Wenn wir eines gelernt haben, in den letzten Wochen und Monaten, dann das man sich nicht unbedingt nahe sein muss um sich „nahe“ zu sein. Anpassungsfähigkeit und Kreativität, sind wohl eine der erstaunlichsten menschlichen Eigenschaften, welche uns immer wieder in besonderen Situation zu Gute gekommen sind, um aus diesen das Bestmögliche bzw. sogar manchmal ein besseres Ergebnis als vorher zu gestalten. So ist bei vielen auch während der Corona Restriktionen, der kreative Geist nicht abhanden gekommen, sondern wurde teilweise sogar beflügelt und hat spannende Konzepte an den Tag gebracht, um das gesellschaftliche Miteinander weiterhin zu fördern. Von einigen Kollegen gab es spannende online Schulungen und Tastings, andere machten kreative und lustige Videos. Alles unter der Idee, Menschen miteinander zu verbinden. Tatsächlich, unter den vielen negativen Aspekten die die sozialen Medien mit sich bringen, auch mal eine sehr schöne, positive und vor allem menschliche Komponente. So sollte es nun dazu kommen das Steffen Zimmermann (Markenbotschafter für Schweppes), Gier Wienke (national bekannter HipHop Künstler/Rapper, Moderator und Bartender), sowie Aleg Derksen und Alex Knus von der Agentur Aduka und ich, uns zusammen getan haben und mal ein mediales Konzept der anderen Art auf die Beine zu stellen, um zu demonstrieren das man auch über eine sehr große Distanz im Geiste und im Sinne der Freundschaft, miteinander verbunden sein kann.

Die Idee war relativ schnell geboren, passiert in diesem Konstrukt tatsächlich öfters, wenn wir gemeinsam Veranstaltungen planen. Wir brauchten coole Drinks in Kombination mit Tanqueray und Schweppes, Musik in Form von Hip Hop, eine coole Location mit etwas Equipment zum mixen und eine Kamera um das ganze zu streamen. Et voila „Tanqueray X Schweppes Unplugged feat. Gier“ war geboren. Es war uns wichtig, das wir den Leuten eine gute Zeit geben konnten und das man ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl bekommt, wenn man sich daheim, alleine oder mit den Leuten die mit einem unter einem Dach wohnen, das „Live Online-Konzert“ anschaut. Es geht ja bei vielen Maßnahmen während der Corona Zeit nicht darum, gewisse Superlative zu erreichen, sondern das man ein Signal der Solidarität, Freundschaft und des Zusammenhalts aussendet. Einfach mal die Möglichkeit von den Alltagsgedanken abschalten zu können und auch wenn mal nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist, nicht zu vergessen das man auch Spaß haben kann, darf und sollte!

Nachdem wir nun alles geplant hatten, machten wir uns mit allem Nötigen auf den Weg Richtung Location. Wir bauten alles auf, natürlich unter den aktuellen Sicherheits- und Hygieneregeln, und versuchten alles so zu gestalten, das es so natürlich wie möglich ist. Es gab einen Bereich wo Cocktails gemixt wurden, welche sich die Zuschauer daheim, währenddessen oder auch im Nachhinein mixen konnten. In einem anderen Bereich performte Gier, vier seiner bekanntesten und erfolgreichsten Songs und es gab sogar noch am Ende eine kleine Freesytle Einlage, auf die seine Fans nie verzichten können. Als dritte Ecke gab es eine Art Interviewbereich, in dem wir uns unterhalten haben und über die aktuelle Situation, als auch über generelle Dinge dieser Veranstaltung und Themen philosophiert haben, die uns und den Zuschauer auch eventuell beschäftigen könnten. Wir gingen um 21:00 Uhr Live auf Instagram, auf Giers Kanal @gierstyle und nutzten die uns gegebene Stunde, um die Leute einfach nur zu Unterhalten. Dabei waren wir anfänglich skeptisch, ob wir die Stunde voll ausnutzen würden und diese mit Inhalt füllen können. Schnell wurde uns allerdings klar, dass wir uns sogar beeilen mussten um alle vorbereiteten Themen unterzubringen. Als kleines Special wurde Steffen dann aus Berlin noch Live dazu geschaltet, welcher in klassischer Phil Collins Manier, einen von Giers Songs auf dem Schlagzeug wiedergab. Der Besitzer der Location, ein Franzose, nennen wir Ihn aus datenschutztechnischen und Privatsphären Gründen „Jaque“, stand dem ganzen anfänglich sehr skeptisch gegenüber. Nachdem das Event zu Ende war und er dabei auch sichtlich Spaß gehabt hat, wäre er uns am liebsten sogar in die Arme gefallen. Wir werden definitiv nochmal was mit „Jaque“ zusammen auf die Beine stellen. Ein richtig cooler Typ und seine Location ist wirklich der absolute Knaller. Vielen Dank für diese tolle Gastfreundschaft. Für mich war es das erste Event dieser Art, anhand der Zuschauerreaktionen welche wir bekommen haben, kann man allerdings nur sagen, das es wirklich ein Erfolg war und die Mission „gute Laune und Zeit verbreiten“ mehr als gelungen war.

Ich lese momentan wieder sehr viel, nicht das ich das sonst nicht auch tuen würde, denn entgegen aller Erwartungen könnte man mich sogar als kleine Leseratte bezeichnen, allerdings ist mein Durchschnitt momentan höher als normal. Das Buch, welches ich im Moment lese, heißt „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“. Es ist von Richard David Precht, ein philosophisches Buch, welches vielerlei Themen behandelt, die einen Menschen Tag ein Tag aus beschäftigen. Dabei geht es um Themen wie Ethik, Glaube, Wissenschaft und vieles mehr. Das schöne an dem Buch ist, dass man theoretisch jedes Kapitel einzeln lesen, es sacken und darüber nachdenken kann. Man beschäftigt sich nach dem Lesen quasi mit seinen eigenen Gedanken und versucht sich seine eigene Meinung über das gerade gelesene zu bilden. Dabei bin ich auf eine Textstelle gestoßen, bei der ich lauthals auflachen musste und die mich sogar im Nachhinein länger beschäftigen sollte als gedacht. Der Satz der mich dabei so sehr beschäftigte, es war wenn wann so will nicht mal wirklich ein Satz, sondern ein vom Autor in den Raum geworfenes Zusammenspiel aus Wörtern, die er selber mal in einer Bar aufgeschnappt hat, welche auf einem Schild standen.  „To be is to do – Sokrates…To do ist to be – Sartre…Do be do be do – Sinatra“. Sokrates und Sartre, zwei der bedeutendsten Philosophen der Geschichte, definieren hier mal ganz locker in einem Satz, die Grundlage der „Existenz“ des Menschen. Alleine durch das verdrehen der einzelnen Wörter, ergibt das gesamte denkerische Konstrukt einen völlig neuen Sinn, der jeweils alleine schon für sich, einen Abend mit viel hitzigem Gesprächsstoff füllen würde, welcher von den beiden Ansätzen denn nun der „Richtige“ ist. Sinatra hingegen vermischt lediglich, wortwörtlich nur das „sein“ und das „tuen“ hintereinander, was allerdings bei Ihm nur die melodische Textfolge von seinem weltbekannten Song „Stranger in the Night“ darstellen soll. Rückblickend definiert genau dieser Satz die Idee hinter unserer Veranstaltung in vollem Umfang. Es geht im Leben immer wieder darum sich neu zu definieren, sich anzupassen und was zu tun im Wechsel aus „sein“ und „tun“, denn nur durch beides, wird das Leben erstrebenswert und ergibt einen Sinn. Stillstand ist keine Alternative, das würde nicht der menschlichen Natur entsprechen. Gleichzeitig sollte man das Leben auch nicht immer all zu ernst nehmen. Locker bleiben, auch mal genießen und mit einem leckeren, coolen Drink den Tag oder Abend genießen und dabei ein Liedchen trällern. Seien wir mal ehrlich, hat Sinatra am Ende nicht immer Recht. Do, be, do, be, do…

Danke fürs Lesen 

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